

Herzlich willkommen bei uns in Oberstdorf. Die Gäste- und Kurseelsorge hat ihr Büro im historischen Pfarrhaus in der Oststraße 2. Damit ergeben sich für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Pfarrgemeinde und der Gästeseelsorge viele Vorteile. So verstehen Frau Yvonne Bechteler als Sekretärin und ich als Gästeseelsorger unsere Aufgabe und wir freuen uns auf die Begegnungen mit unseren Gästen und den Einheimischen. Weitere Informationen können Sie hier, im Veranstaltungskalender, im Wochenprogramm oder auf der Homepage der Kur- und Gästeseelsorge finden.
Mit herzlichen Grüßen
Bruno Koppitz
Kontakt:
Pfarrer Bruno Koppitz
Oststraße 2
87561 Oberstdorf
Telefon: 08322/9775570
Mail: kurseelsorge.oberstdorf@bistum-augsburg.de
Homepage
Liebe Leserin, lieber Leser,
Recht hat er, der bekannte Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler. Als er im Interview nach der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft gefragt wurde, sagte er: Ich lasse mir die Freude an der WM von niemandem nehmen. Zwar geht es bei einem solchen Turnier oft um Geld und Macht, doch dadurch lässt er sich den Fußball nicht kaputtmachen.
Für ihn ist es eine besondere Freude, dass sich einige Fußballer vor dem Spiel bekreuzigen oder nach einem Tor die Arme zum Himmel strecken. Nach dem Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Curacao bildeten die deutschen Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah sowie fünf Spieler von Curacao Arm in Arm einen Kreis, um gemeinsam zu beten.
Das war für alle ungewohnt. Ein starkes Zeugnis des Glaubens, das natürlich sofort Diskussionen hervorgerufen hat. Wie öffentlich darf der Glaube gezeigt werden? Ist Religion nicht eigentlich Privatsache? War das peinlich?
Ich war verwundert über diese hitzige Debatte und die damit verbundene Aufregung. Da weiß man nicht gleich, was man sagen soll und wie man es sagt. Denn es geht hier um ein zentrales Thema des christlichen Glaubens: das Bekenntnis. Und damit fällt man auf in einer Gesellschaft, in der Religion zunehmend weniger Bedeutung hat. Man wird als gläubiger Mensch heute nicht mehr von allen verstanden. Deshalb braucht es Mut und Phantasie, um ein Bekenntnis des Glaubens abzulegen.
Bei uns ist das meist nicht so spektakulär wie bei den bekannten Fußballspielern. Aber auch wir brauchen dafür Courage und Entschiedenheit. An Fronleichnam haben wir es gezeigt. Wir sind mit unserem Glauben hinausgegangen in die Öffentlichkeit. Dabei danke ich immer an das Wort Jesu: „Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen“ (Lk 12,8)
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Bruno Koppitz
Kurseelsorger