Pfarrer Koppitz

Gäste- und Kurseelsorge

Liebe Gäste

Mit dem 1.August 2017 sind einige Änderungen verbunden: Das bisherige Büro der Gäste- und Kurseelsorge in der Weststraße wird aus verschiedenen Gründen aufgegeben. Der Pfarrer von Oberstorf Maurus Mayer stellt uns im historischen Pfarrhaus in der Oststraße 2 den schönen Konferenzraum als Sitz der Gäste- und Kurseelsorge zur Verfügung. Für diese großzügige Gastfreundschaft gilt ihm ein herzliches Vergelt's Gott. Es wird allerdings noch ein bisschen dauern, bis alle Büromöbel geliefert und aufgestellt sind, aber das ist für einen Umzug wohl normal. In diesem neuen Büro im Pfarrhaus wird Frau Brigitte Braxmair mit mir tätig sein. Frau Braxmair arbeitet auch weiterhin als Sekretärin im Pfarrbüro, sodass die Pfarreiengemeinschaft Oberstdorf und die Kurseelsorge eng zusammenarbeiten werden.
Auch die Telefonnummer der Gäste- und Kurseelsorge ändert sich. Wir sind jetzt unter der Nummer 9775570 zu erreichen.
Weitere Informationen können Sie hier, im Veranstaltungskalender, im Wochenprogramm oder auf der Homepage der Kur- und Gästeseelsorge finden.

Mit herzlichen Grüßen
Bruno Koppitz

Kontakt:
Pfarrer Bruno Koppitz
Oststraße 2
87561 Oberstdorf
Telefon: 08322/9775570
Mail: kurseelsorge.oberstdorf@bistum-augsburg.de
Homepage

Die Heilige Familie bei der Arbeit

Schrein in der Marienkapelle in Loretto

Unter den vielen Kunstwerken in der Lorettokapelle ist eine Darstellung leicht zu übersehen. In einer Wandnische vor dem Hochaltar ist die Heilige Familie bei der Arbeit zu sehen. Die Fachleute vermuten, dass diese Skulpturengruppe von Melchior Eberhard (1701-1777) geschaffen wurde, einem Künstler aus Bad Hindelang. „Eberhard“ ist eine bekannte Familie in Hindelang, die verschiedene Künstler hervorgebracht hat.
Unsere Schnitzgruppe zeigt den hl. Josef als Zimmermann an der Werkbank. Mit weit ausgeholtem Arm bearbeitet er kraftvoll ein Stück Holz. Auffällig sind die braunen Schuhe, mit denen er auf einer Plinte steht. So ist er in dieser Figurengruppe der größte. Zu ihm gehört Maria, die sitzt und näht. Auffällig ist das Kleid der Gottesmutter Maria gestaltet. Es bringt Glanz in diese Werkstatt. Der Jesusknabe im leuchtend roten Gewand schaut den Betrachter an und weist mit der rechten Hand hin auf Josef, der an der Werkbank arbeitet. Die ganze Figurengruppe misst 0,55 m.
Das, was wir hier sehen, ist nicht ganz durch Texte aus der Heiligen Schrift gedeckt. Sicher – Maria, Josef und der Jesusknabe bilden die Heilige Familie und in allen Evangelien wird ihre Beziehung zueinander festgehalten. Das Johannesevangelium sagt dazu: Jesus ist Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen (vgl. Joh 6,42). Dazu passt auch das Zeugnis der synoptischen Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas. Doch mit solch sparsamen Andeutungen war der fromme Sinn vieler Menschen nicht zufrieden. Man hat sich dafür interessiert, was Jesus Christus, der Sohn des Zimmermanns, getan hat in seiner Kindheit und Jugend bis zu seinem ersten öffentlichen Auftreten, als er etwa 30 Jahre alt war (Lk 3,23). Über diese lange Zeit wissen wir aus der Heiligen Schrift nichts Näheres. Die Evangelien schweigen sich darüber aus. Wenn ich sage „Evangelien“ muss ich vorsichtig formulieren. Ich spreche von den 4 Evangelien, die die Christenheit allgemein anerkannt hat. Darüber hinaus gibt es die sogenannten apokryphen Evangelien, die zwar überliefert, aber nicht kanonisch anerkannt sind. Das Kindheitsevangelium des Thomas gehört dazu und ihm verdanken wir die Anregung zu unserem Schnitzwerk (vgl. Tom 13,1-2). Blumig und farbig erzählen diese Legenden auch vom 7-jährigen Aufenthalt der Heiligen Familie in Ägypten. Diese Texte haben die Künstler angeregt, solche beliebten Werke zu schaffen: Josef arbeitet als Zimmermann, Maria flickt ein Gewand und das Kind spielt. Die niederländischen Maler oder Veit Stoß zeigen solche Szenen.
Wenn wir in dieser besonderen Zeit des Jahres solche Bilder und Figurengruppen betrachten, dann bringt das in uns Positives zum Klingen. Kindheitserinnerungen werden lebendig („in unserer Familie war das so am Heiligen Abend“) und man macht sich in vielen Familien Gedanken, wie wir heuer Weihnachten feiern wollen. Marco Reus – Fußballfreunde kennen ihn als erfolgreichen Trainer von Borussia Mönchengladbach – sagte bei einem Interview, dass er Weihnachten nicht mit Freunden und Kumpels begeht, obwohl sie ihn eingeladen haben. Weihnachten feiert er mit seiner Familie. Das ist ihm tatsächlich etwas Heiliges.
Der Blick auf unsere schöne Darstellung in der Marienkapelle erinnert uns daran, dass Maria und Josef in ihrem Leben Platz für Gott haben. Maria hat Jesus empfangen und geboren. Aber sie weiß von Anfang an: Er ist der Sohn des Höchsten und Gott wird ihm den Thron seines Vaters David geben (vgl. Lk 1,32).
Auch Josef weiß von Anfang an: was Maria empfangen hat, das ist vom Heiligen Geist (vgl. Mt 1,20).Damit ist beiden von Anfang an klar: dieses Kind ist nicht nur „ihr“ Kind – Er ist Gottes Sohn. Und für ihn haben sie Platz in ihrem Leben.
An Weihnachten hat im Leben vieler Menschen Gott einen Platz: wir singen die vertrauten Lieder dieser Zeit, viele lesen das Weihnachtsevangelium nach Lukas, Kindermetten und Christmetten sind gut besucht. Gott hat in diesen Tagen seinen Platz und das tut vielen Menschen gut. So wünsche ich Ihnen Frohe Weihnachten im Blick auf die Heilige Familie in unseren Krippen.
Amen.

Bild Heilige Familie in Loretto

Gästeprogramm

Gästeprogramm Winter 2019-2020

Gästeprogramm Winter 2019-2020

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Angelegt am 05.12.2019

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Wochenprogramm

Wochenprogramm 11.1. - 17.1.2020

Wochenprogramm 11.1. - 17.1.2020

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Angelegt am 09.01.2020

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Wochenprogramm v. 18.01.-24.01.20

Wochenprogramm v. 18.01.-24.01.20

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Angelegt am 16.01.2020

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